aus dem Buch „Die Kraft der 8“ von Lynne McTaggart:

… Doch es gab da noch ein Element, das in keiner dieser Studien abgedeckt wurde. Die altruistischen Handlungen meiner Teilnehmer wurden ja innerhalb einer gigantischen virtuellen Gebetsgruppe ausgeführt. Und dies schien die Heilkräfte noch zu verstärken. Sicher gibt es eine lange Tradition heiliger Schriften aller großen Religionen, die von der Heilwirkung des Glaubens und des Gebets in der Gruppe handeln. Wer sich regelmäßig zum Gebet mit anderen trifft, darf sich erwiesenermaßen über einen niedrigeren Blutdruck freuen und über ein besseres Immunsystem. Dementsprechend verbringt er weniger Zeit im Krankenhaus und hat eine um ein Drittel reduzierte Wahrscheinlichkeit zu sterben, wenn alle anderen Faktoren der Vergleichsgruppe gleich bleiben.

Wissenschaftler erwarten, dass heute 20-Jährige, die nie in die Kirche gehen, sieben Jahre kürzer leben als Menschen, die mehr als einmal in der Woche dort gemeinsam beten. Und dabei geht es nicht nur um den religiösen Eifer bzw. die Erfahrung in der Gruppe. Die kollektive spirituelle Praxis ist mindestens genauso wichtig wie der Gemeinschaftseffekt. In einer Studie stellte man fest, dass Menschen in einem religiösen Kibbuz, die regelmäßig zusammen beteten, eine um die Hälfte verringerte vorzeitige Sterblichkeit aufwiesen als die Mitglieder eines nichtreligiösen Kibbuz.

Wie jene Gruppierungen, denen ihr Lebenssinn am wichtigsten ist, haben auch fleißige Kirchgänger ein stärkeres Immunsystem als weniger eifrige. Man misst dies durch den Vergleich von Interleukin-6 (IL-6) im Plasma. Ein erhöhter IL-6-Spiegel zeigt sich bei degenerativen Erkrankungen wie Alzheimer, Diabetes, Osteoporose, Aids oder Rheuma.

Der Glaube an sich ist schon stärkend, aber offensichtlich nicht so wie die Gebetserfahrung in der Gruppe. Möglicherweise ist es die kollektive Erfahrung beim Beten, die für die heilende Wirkung verantwortlich ist.


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